Feuerwehr Ratingen
30.12.08 Feuerwehr warnt vor eisiger Gefahr!!

Ratingen-Mitte, Stadthallenteich, 30.12.08

Kräfte der Berufsfeuerwehr Ratingen übten am heutigen Tag die Rettung von im Eis eingebrochenen Personen. Als Übungsobjekt diente ihnen hierfür der Teich an der Stadthalle. Mit "Überlebensanzügen" ausgerüstete Einsatzkäfte simulierten eine eingerochene Person im Eis. Die Feuerwehr Ratingen rückt bei solchen Einsatzstichworten immer mit einem Löschzug, Rettunsgboot und dem Eisrettungsschlitten aus. Die Einsatzkräfte werden schnellstmöglich versuchen, unter Beachtung der Eigensicherheit, zu dem ertrinkenden Menschen zu gelangen. Unterstützung bekommen sie hierbei von den Feuerwehrtauchern aus Hilden und Düsseldorf. Bei der heutigen Übung konnte der "Verunglückte" schnell auf den Eisrettungsschlitten und damit aus dem Wasser gerettet werden. Die Feuerwehr Ratingen weist ausdrücklich auf die akute Lebensgefahr beim Betreten von Eisflächen hin!

Appell an die Eigenverantwortlichkeit

Eisige Temperaturen locken im Winter so manchen Bürger aber auch Kinder auf zugefrorene Teiche und Gewässer. Doch das birgt Gefahren. Generell sollten die Verbotsschilder beachtet werden! Die Feuerwehr Ratingen appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, besondere Vorsicht walten zu lassen. Sehr gefährdet sind Kinder. Leicht überschätzen sie die jetzt noch viel zu dünne Eisdecke. Auch wenn in Ufernähe das Eis fest erscheint, kann das ein paar Meter weiter schon anders aussehen. Bricht das Eis weg, fällt man unweigerlich ins Wasser. Die Folge ist eine lebensgefährliche Unterkühlung. Bereits nach 2 Minuten haben Kinder kaum noch eine Überlebenschance. Erwachsene sollten mit gutem Beispiel voran gehen und die Eisflächen erst dann betreten, wenn wir über mehrere Wochen Dauerfrost haben und die Eisfläche mindestens 15 Zentimeter dick ist. Trotz der aktuell anhaltenden Kälte sind die Eisdecken auf den städtischen Teichen (Schwanenspiegel, Stadthallenteich) und den Seen (Erholungspark Volkardey, Broichhofsee, Schwarzer See, Schönungsteiche Homberg) noch nicht so tragfähig, dass sie gefahrlos betreten werden können.

Gemäß Grünflächenverordnung in der Fassung vom 23. Januar 2008 ist es in den Grünanlagen der Stadt Ratingen untersagt nicht frei gegebene Eisflächen zu betreten und zu befahren. Bis zu einer möglichen Freigabe gilt absolutes Betretungsverbot.

Die Stadt Ratingen übernimmt keinerlei Haftung. Das Betreten erfolgt auf eigene Gefahr. Dies gilt auch dann, wenn die Eisflächen freigegeben sein sollten. Eltern werden ausdrücklich gebeten, darauf zu achten, dass ihre Kinder die Eisflächen vor der Freigabe nicht leichtsinnig betreten. Besonders als Gefahrenstellen zu beachten sind die Wassereinläufe sowie ggf. abgesperrte Bereiche.

Eltern müssen ihre Kinder auf die tödliche Gefahr hinweisen! Nutzen Sie lieber das Eisstadion. Hier erleben Sie ein ungefährlicheres Eislaufvergnügen.

Grundsätzlich gilt:

  • Betreten von nicht freigegebenen Eisflächen ist verboten! - Lebensgefahr!
  • Das Eis muss mindesten 15 Zentimeter dick sein.
  • Menschenansammlungen wie beim Schlittschuhlaufen sind lebensgefährlich - Überlastung!
  • Halten Sie sich niemals alleine auf freigegebenen Eisflächen auf!
  • Verlassen Sie sofort das Eis bei Anzeichen, dass es brechen könnte!
  • Betreten von Eisflächen die dunkle Flächen oder Risse aufweisen ist lebensgefährlich!

Regeln zur Rettung Verunfallter auf Eisflächen

Sollte es dennoch zu einem Unfall gekommen sein und eine Person ist im Eis eingebrochen, so beachten Sie bitte folgende Regeln:

  • Rettung Verunfallter - Die Hilfe muss schnell, aber überlegt erfolgen!
  • Notruf zur Feuerwehrleitstelle absetzen! - Notruf 112
  • Eine Eigensicherung ist zwingend erforderlich (Seil mit zweiter Person) ·Rund um die Bruchstelle ist das Eis sehr brüchig
  • Das Körpergewicht muss auf eine möglichst große Fläche verteilt werden. Hierzu Hilfsmittel wie ein Türblatt, Leiter oder ein Brett o.ä. verwenden!
  • Das Körpergewicht muss auf eine möglichst große Fläche verteilt werden. ·Niemals bis zur Einbruchstelle vordringen. Mit Hilfsmittel den Verunfallten retten (Stöcke, Stangen zusammengerollte Mäntel oder Jacken).
  • Niemals in das Wasser eintauchen um Personen zu suchen. Überlassen Sie solche Rettungsaktionen den Fachkräften der Feuerwehr
  • Nach erfolgter Rettung Erste Hilfemaßnahmen ergreifen und Personen nach Möglichkeit in einen Raum bringen, Kleidung entfernen und in Decken einhüllen (jn)

Fotos: Feuerwehr Ratingen









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