Feuerwehr Ratingen
26.06.09 Inbetriebnahme der Rettungswache

Ratingen-Ost, Voisweg, 12:00 Uhr, 26.06.09

Am 26.06.2009 wird der Teilbereich Rettungswache des Neubauvorhabens bezogen. Ab diesem Tag rücken vom Voisweg ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen sowie 2 Krankentransportwagen aus. Durch den Neubau der Rettungswache ergeben sich viele Verbesserungen, welche nicht nur der Feuerwehr sondern insbesondere den Bürgern und/oder den Hilfeersuchenden bei Notfällen zu Gute kommen.

Die kurzen Wege auf der neuen Rettungswache wirken sich positiv auf die Eintreffzeiten aus. Durch die Konzentration von Arbeits-, Aufenthaltsräumen und den Fahrzeughallen sowie die direkte Anbindung an eine ampelgesteuerte Alarmausfahrt auf die Mettmanner Straße werden die Ausrückezeiten für alle Rettungsmittel verkürzt. Die klassische Rutschstange, welche man auf der Lintorfer Straße vergeblich suchen musste, sorgt darüber hinaus für eine nochmalige Optimierung der zeitlichen Abläufe im Alarmierungsfall. Der Rettungsdienst wird somit schneller beim Notfallpatienten eintreffen.

Aber nicht nur das schnellere Eintreffen führt zur Optimierung des Rettungsdienstes. Musste auf der Lintorfer Straße noch die Desinfektion von Rettungsmitteln in einer LKW-Fahrzeughalle erfolgen, steht den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen nunmehr eine den Ansprüchen gerecht werdenden Desinfektionseinrichtung zur Verfügung. Hier können nicht nur die Fahrzeuge des Rettungsdienstes desinfiziert, sondern auch Medizinprodukte bis zur Sterilisation aufbereitet werden. Kontaminiertes Personal nach Infektionstransporten erreicht die Räumlichkeiten der Rettungswache nur über eine Desinfektionsschleuse.

Die dieselrußgeschwärzten Hallendecken der Altwache auf der Lintorfer Straße gehören ebenfalls der Vergangenheit an. Eine Abgasabsauganlage, welche direkt mit jedem Auspuff eines Fahrzeuges mittels Schlauchleitung verbunden ist, sorgt für reine Luft in der Fahrzeughalle. Der Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen konnte somit erheblich verbessert werden.

Die nunmehr mögliche Konzentration der Fahrzeugflotte des Rettungsdienstes, inklusive aller Reservefahrzeuge und eines Spezialcontainers für einen Massenanfall von Verletzten und/oder Erkrankten sorgt nicht nur für die schnelle Einsatzbereitschaft im Regelrettungsdienst sondern federt auch Einsatzspitzen und rettungsdienstliche Großschadenslagen ab. Selbst wenn alle Fahrzeuge des Regelrettungsdienstes sich im Einsatz befinden, kann das Personal des Brandschutzes bei Bedarf die technische Reserven besetzen und somit die rettungsdienstliche Versorgungsqualität für den Bürger nochmals erhöhen. Bislang mussten hierfür oftmals überörtliche Rettungsmittel angefordert werden, welche naturgemäß eine längere Eintreffzeit verursachen.

Zur Chronologie und Statistik noch einige verwendbare Fakten: Termine

04.05 Ratsbeschluss
06.06 Baugenehmigung
06.06 Auftragsvergabe an den Generalplaner
12.07 Entkernung Altbau
01.08 Start Tiefbau
01.08 Erster Spatenstich
01.08 Start Rohbau
05.08 Grundsteinlegung
09.08 Richtfest
06.09 Einzug
09.09 Einweihungen

Der Bauzeitenplan und der geplante Umzugstermin wurden eingehalten.

Kostenvolumen

18 Mio EUR. Genaue Kostenabrechnung erst nach Fertigstellung möglich.

Pro Monat 1 Mio. EUR verbaut.

Statistik:

Einsätze 2008

Rettungsdienst

Notfalltransporte 4.750
Notarzteinsätze 2.218
Krankentransport 4.866
Zwischensumme 11.834
Fehlfahrten 1.579
Gesamt 13.413

Einsätze 2008 insgesamt

Brandbekämpfung 146
Technische Hilfeleistung 898
Fehlalarm (ohne Rettungsdienst) 153
Rettungsdienst (ohne Fehlfahrten) 11.834
Zwischensumme 13.031
Fehlfahrten Rettungsdienst 1.579
Gesamt 14.610







Bürgermeister Harald Birkenkamp, Leiter der Berufsfeuerwehr René Schubert, Erster Beigeordneter Klaus Konrad Pesch und Beigeordneter Dr. Ulf-Roman Netzel.

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