Feuerwehr Ratingen
09.03.12 Wehrversammlung

Ratingen-Mitte, Europaring, 19:30 Uhr, 09.03.12

Bei der Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Ratingen am vergangenen Freitag wurden zahlreiche Kameradinnen und Kameraden für ihr Engagement ausgezeichnet. Durch eine teilweise Umstrukturierung der Löschzüge wurden viele Führungskräfte neu ernannt und ihren Funktionen bestätigt. Dabei würdigte der Leiter der Feuerwehr, Herr René Schubert, die Leistung der scheidenden Zug- und Gruppenführer.

Besondere Ehrungen wurden auch in diesem Jahr durchgeführt. Insgesamt wurden zehn ehrenamtlich Kräfte für Ihre 25-, bzw. 35 jährige Tätigkeit bei der Feuerwehr geehrt. Die Kameraden Ralf Hodi, Peter Rosenau, Andreas Kastner, Kai Kuklinski, Bernhard Oing und Kirsten Plönes erhielten das Feuerwehr Ehrenzeichen in Silber für die 25 jährige Zugehörigkeit. Die goldene Feuerwehr Ehrenzeichen für 35 jährige Zugehörigkeit konnte an Detlef Pahlke, Heinz Schlieper, Volker Neumann und Andreas Pützer übergeben.

Eine besondere Überraschung war die Ehrung von Ulrich Schabinger mit der Ehrennadel der Jugendfeuerwehr NRW in Silber für seine herausragende Tätigkeit in der Jugendarbeit. Hierfür war eigens der Landesjugendfeuerwehrwart Reiner Sanders angereist. Ulrich Schabinger, der von der Ehrung nichts wusste, zeigte sich sehr gerührt.

Die Kameraden Bernd Plönes, Gerhard Pfankuchen, Klaus Surmann und Franz-Josef Wiesenhöfer wurden nach jahrzehntelangem ehrenamtlichen Dienst in aus dem aktiven Dienst in die Ehrenabteilung übergeleitet.

Für ihre außergewöhnliche Leistung für die Feuerwehr Ratingen wurden drei Kameraden mit dem Ehrenzeichen der Stadt Ratingen ausgezeichnet. Stadtbrandinspektor Heinrich von der Heiden prägt seit Jahrzehnten die Feuerwehr Ratingen. Mit höchsten zeitlichem und persönlichen Einsatz bemüht er sich täglich, insbesondere die Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr Ratingen bestmöglich zu leiten. Mehrfach hat Heinrich von der Heiden die Leitung der Feuerwehr und damit die Gesamtverantwortung ehrenamtlich übernommen, während die Funktion des Leiters der Feuerwehr vakant war.

Hauptbrandmeister a.D. Hugo Herzberg war von 1968 bis 1990 Zugführer Tiefenbroich. Herr Herzberg bewies eindrucksvoll sein Pflichtgefühl für die Feuerwehr Ratingen als er noch im Alter von 53 Jahren als Ältester seine Zugführerprüfung am Institut der Feuerwehr in Münster ablegte. Herr Herzberg ist eine Führungspersönlichkeit, die die Geschicke des Löschzuges Tiefenbroich entscheidend und nachhaltig geprägt hat. Neben seiner fachlichen wurde insbesondere seine soziale Kompetenz geschätzt. Eine Kompetenz, die noch heute nachwirkt. Sein Name ist und bleibt untrennbar mit dem Löschzug Tiefenbroich verbunden.

Herr Gärtner unterstützt von Seiten des Technischen Hilfswerkes (THW) intensiv jegliche Aktivitäten, die der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Gefahrenabwehrorganisationen dienen. Besonders zu erwähnen ist das Novum in der THW-Geschichte, dass zwei Ortsverbände Fachgruppen zugunsten der örtlichen Situation tauschen. So hat der Ortsverband Ratingen die Fachgruppe Räumen zugunsten der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen abgegeben. Damit wurde dem Wunsch der Feuerwehr Ratingen zugunsten der Gefahrenabwehr in Ratingen eindrucksvoll Rechnung getragen.

Der Deutsche Feuerwehrverband hat für Unternehmen, die in besonderem Maße das Ehrenamt in der Feuerwehr unterstützen eine Auszeichnung gestiftet. In diesem Jahr wurde diese Ehre dem Maschinenbauunternehmen Tünkers zuteil. Olaf Tünkers und seine Gattin nahmen den Preis aus den Händen des Feuerschutzdezernenten Herrn Rolf Steuwe und dem Leiter der Feuerwehr Herrn René Schubert entgegen. In seiner Rede würdigt Herr René Schubert die Fa. Tünkers, die die Ratinger Feuerwehr in vorbildlicher Art und Weise unterstützt. Mitarbeiter der Firma werden jederzeit für Einsätze freigestellt. Darüber hinaus gelingt es immer wieder, auch Freistellungen für die zum Teil kurzfristigen Einberufungen zu Führungslehrgängen auf Landesebene zu realisieren. "Ich freue mich sehr, wenn die Fa. Tünkers ihre Unternehmensphilosophie gegenüber den Kunden durch die Auszeichnung "Partner der Feuerwehr" sichtbar macht und wünsche mir mehr Partner von diesem Format unter den Ratinger Firmen" (J. Neumann)

Fotos: Feuerwehr Ratingen






























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Pressemeldung des THW

Stadt Ratingen übergibt Pumpe an das THW

Ratingen, 09. März 2012.

Die Stadt Ratingen übergab im Rahmen der Wehrversammlung der Feuerwehr Ratingen eine neue Hochleistungspumpe an das Technische Hilfswerk (THW) Ratingen. Übergeben wurde Sie durch den Beigeordneten Rolf Steuwe. Die neue Pumpe befördert bis zu 5.000 Liter Wasser pro Minute und wird durch die Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen des THW Ortsverbandes Ratingen betrieben.
Mit dieser Übergabe reagiert die Stadt Ratingen auf den starken Anstieg der Starkregenereignisse und extremen Hochwasserlagen im letzten Jahrzehnt. Viele Einsätze konnten mit Hilfe des THW gemeistert werden. Um künftig bei solchen Ereignissen besser reagieren zu können, wurden viele Investitionen getätigt. Den Abschluss bildete die Anschaffung einer zweiten mobilen Hochleistungspumpe. Während ein erstes städtisches Aggregat bei der Feuerwehr in Hösel stationiert wurde, entschieden sich die Verantwortlichen für die zweite Pumpe dazu, das THW Ratingen zu bitten, dass diese Pumpe dort verbleibt.

Da der THW Ortsverband Ratingen in der Vergangenheit nicht über eine dafür notwendige Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen verfügte, wurde diese mit der bisher vorhandenen Fachgruppe Räumen getauscht. Ein bundesweit einmaliger Schritt, der nur durch intensive Zusammenarbeit von Feuerwehr-und der Stadt Ratingen, dem THW Landesverband NRW, sowie dem THW Ortsverband möglich wurde.
Nachdem der Tausch im Sommer 2010 durchgeführt war, begann die intensive Ausbildung der Helferinnen und Helfer des THW. Schon Ende des gleichen Jahres konnte die Einsatzbereitschaft der Fachgruppe hergestellt werden. Da die neue Pumpe annähernd Baugleich zu der durch das THW bereitgestellten, dritten Großpumpe auf Ratinger Stadtgebiet ist, kann diese auch direkt in den Einsatz gebracht werden.

Die Hochleistungspumpe fördert im Dauerbetrieb bis zu 5.000 Liter extrem verschmutztes Wasser über weite Strecken. Im Wasser befindliche Feststoffe können dabei die Größe von Tennisbällen erreichen ohne die Pumpe zu verstopfen. Mit Pumpen des gleichen Typs war das THW u.a. im Rahmen der Flutkatastrophen an Elbe und Oder sowie auch in New-Orleans (USA) sehr erfolgreich im Einsatz.

Während die THW eigene Pumpe auch überörtlich zum Einsatz kommt, ist sichergestellt, dass das städtische Gerät jederzeit in Ratingen einsatzbereit zur Verfügung steht.

Die Feuerwehr und der THW Ortsverband freuen sich auf die nunmehr nochmals vertiefte gute Zusammenarbeit und bedanken sich bei allen Beteiligten, die diese Kooperation möglich gemacht haben.

Text und Fotos: Daniel Claus (THW Ratingen)






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