Feuerwehr Ratingen
09.06.14 Sturmeinsätze

Ratingen, Stadtgebiet, 21:34 Uhr, 09.06.14

Die gesamte Feuerwehr Ratingen befindet sich seit mehreren Stunden im Einsatz, um unzählige umgestürzte Bäume zu beseitigen. Nahezu alle Hauptverkehrsachen im Stadtgebiet, aber auch im Umland, sind durch umgestürzte Bäume blockiert. Auch mehrere Feuerwehreinheiten mussten zunächst das Gerätehaus frei schneiden, um ausrücken zu können. Inzwischen wird die Feuerwehr Ratingen durch Einheiten des THW und der Feuerwehr Duisburg unterstützt. Trotzdem sind noch über 100 Einsätze unbearbeitet. Es können zunächst nur die besonders kritischen Lagen abgearbeitet werden, der Einsatz wird noch die ganze Nacht andauern.


Unter den Fotos finden sich die weiteren Folgemeldungen





































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Sturmeinsatz - Folgemeldung

Die Feuerwehr Ratingen ist unverändert mit allen verfügbaren Kräften sowie mit Unterstützung der Feuerwehr Duisburg und des THW aus verschiedenen Städten mit der Bewältigung der Folgen des Gewittersturms beschäftigt. Inzwischen wurden 225 Einsätze registriert. Es ist eine Vielzahl von teils mächtigen Bäumen umgestürzt.

Die Bewältigung der Einsätze wird sicher noch weit in den heutigen Tag hinein andauern. Der Schwerpunkt der Aktivitäten ist die Herstellung der Befahrbarkeit der Hauptverkehrsstraßen. Zumindest die Mülheimer Straße wird aber zu Beginn des Berufsverkehrs noch gesperrt sein. Ebenso ist in einer Vielzahl von Nebenstraßen mit weiteren Behinderungen zu rechnen.

Sturmeinsatz - 2. Folgemeldung

Die Feuerwehr Ratingen ist seit kurz nach 21:00h mit allen Kräften im Einsatz. Inzwischen sind 274 Einsätze registriert worden. Über 100 dieser Einsätze konnten trotz zeitweiliger Unterstützung durch die Feuerwehr Duisburg, diese Kräfte mussten inzwischen zur Bearbeitung eigener Einsätze rückverlegt werden, und laufender Unterstützung von verschiedenen THW-Einheiten noch nicht bearbeitet werden. Es wird weiterhin mit steigenden Einsatzzahlen gerechnet.

Neben der Mülheimer Straße ist auch die Mettmanner Straße gesperrt. Die anderen Hauptverkehrswege sind eingeschränkt passierbar. Schienenwege und Leitungswege im Stadtgebiet sind beschädigt.

Der Kreis Mettmann informiert zur kreisweiten Lage unter extwww.kreis-mettmann.de/krisenstab/. Ein Bürgertelefon wurde unter 02104/99-3535 eingerichtet.

Sturmeinsatz - 3. Folgemeldung

Insgesamt 419 Einsätze wurden inzwischen durch den Stab der Feuerwehr Ratingen registriert. Im Einsatz befinden sich über 320 Kräfte. Einheiten der Feuerwehr Ratingen, die sich nach einer durchgearbeiteten Nacht erholen müssen, werden durch überörtliche Kräfte aus Solingen, Remscheid und dem Kreis Wesel abgelöst, um nach Bedarf im Laufe des Nachmittags erneut eingesetzt werden zu können. Auch das Amt für Kommunale Dienste unterstützt mit 45 Kräften die Feuerwehr.

Der Deutsche Wetterdienst hat unterdessen folgende VORABINFORMATION vor SCHWEREM GEWITTER veröffentlicht:

Für den Kreis Mettmann

gültig von: Dienstag, 10.06.2014 12:00 Uhr
bis: Mittwoch, 11.06.2014 08:00 Uhr

ausgegeben vom Deutschen Wetterdienst am: Dienstag, 10.06.2014 06:34 Uhr

Im Tagesverlauf muss verbreitet mit schweren Gewittern gerechnet werden. Dabei sind Starkregen um 30 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, schwere Sturmböen um 100 km/h - lokal Orkanböen bis 130 km/h - und Hagel mit Korngrößen um 4 cm möglich.

Dies ist ein erster Hinweis auf erwartete Unwetter. Er soll die rechtzeitige Vorbereitung von Schutzmaßnahmen ermöglichen. Die Prognose wird in den nächsten 12 Stunden konkretisiert. Bitte verfolgen Sie die weiteren Wettervorhersagen mit besonderer Aufmerksamkeit.

DWD / Vorhersagezentrale

Sturmeinsatz - 4. Folgemeldung

Etwa 620 Einsätze wurden inzwischen von der Feuerwehr Ratingen registriert. Davon sind 180 Einsätze unbearbeitet. Die Ratinger Kräfte wurden nach 18h im Einsatz zunächst ausgelöst. Nahezu alle laufenden Einsätze werden nun von überörtlichen Kräften aus Solingen, Remscheid, Kreis Wesel, dem Münsterland und vom THW bearbeitet. Bei Bedarf werden die dann ausgeruhten Ratinger Kräfte erneut am Abend bei Entlassung der externen Einheiten eingesetzt.

Unterdessen wird die Entwicklung neuer Unwetterzellen westlich von Ratingen aufmerksam beobachtet. Die Wetterlage ist weiterhin instabil.

Sturmeinsatz - 5. Folgemeldung

Nachdem die Feuerwehr Ratingen mit Unterstützung von externen Feuerwehren und THW am gestrigen Abend bis nach Mitternacht Einsätze abgerarbeitet hat und zumindest die hauptverkehrswege wieder passierbar waren wurden die Arbeiten wegen der erhöhten Eigengefährung in der Dunkelheit eingestellt.

Seit dem frühen Morgen sind erneut über 160 Kräfte der Feuerwehr Ratingen mit Unterstützung verschiedener Einheiten des THW und des Feuerwehrkrans der Feuerwehr Wuppertal im Einsatz. Inzwischen wurden 720 Einsätze registert. Etwa 250 Einsätze müssen noch abgearbeitet werden. Damit wurde die Höchstzahl der über 600 Einsätze beom Sturm Kyrill im jahr 2007 deutlich übertroffen.

Die Feuerwehr Ratingen informiert, dass eine Beseitigung von Sturmschäden, die keine Gefahrenlage darstellen, nicht durchgeführt werden kann.

Sturmeinsatz - 6. Folgemeldung

Seit dem frühen Morgen waren über 160 Kräfte der Feuerwehr Ratingen mit Unterstützung verschiedener Einheiten des THW im Einsatz.

Unterstützung erhielt die Feuerwehr Ratingen außerdem durch eine Drehleiter der Feuerwehr Erkrath und durch die Bereitstellung von drei Hubarbeitsbühnen der Stadtwerke Ratingen und des Amtes für kommunale Dienste. Auch die Feuerwehr Wuppertal unterstützte erneut mit dem Kran, diverse Forstschlepper und Radlader von Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Die Verpflegung aller eingesetzten Einheiten erfolgte durch das ASB Kreisverband Mettmann.

Hervorzuheben ist die zeitweilige Sperrung der Mettmanner Straße aufgrund absturzgefährdeter Bäume am frühen Abend sowie die Sprengung von Bäumen aufgrund besonderer Gefahrenlage durch THW in der Straße Scheivenkothen. Weitere Einsatzschwerpunkte waren in der Straße Neuhaus

Inzwischen wurden 766 Einsätze registriert. Etwa 110 Einsätze müssen noch abgearbeitet werden. Die Maßnahmen werden wegen der erhöhten gefahren in der Dunkelheit nun unterbrochen und am morgigen 13.6. weitergeführt.

Die Feuerwehr Ratingen informiert, dass eine Beseitigung von Sturmschäden, die keine Gefahrenlage darstellen, nicht durchgeführt werden kann.

Sturmeinsatz - 7. Folgemeldung

Auch am Dritten Tag nach dem Sturm ist die Feuerwehr Ratingen weiterhin unermüdlich im Einsatz. Inzwischen wurden 829 Einsätze mit weiter steigender Tendenz erfasst, etwa 50 davon sind noch nicht bearbeitet.

Im Einsatz sind 150 Einsatzkräfte der Feuerwehr Ratingen inkl. der Unterstützung des THW, der Versorgungseinheit des DRK, einer Drehleiter der Feuerwehr Ratingen und einem großen Mobilkran. Die Stadtwerke Ratingen sowie das Grünflächenamt haben der Feuerwehr in Summe drei Hubsteiger geliehen.

Die Hauptverkehrswege sind passierbar, dies gilt aber noch nicht für die parallelen Fuß- und Radwege. Personal- und Zeitintensive Einsatzschwerpunkte befinden sich unter anderem in der Südstraße, in Kickenau, Breckhauser Weg, der Waldseesiedlung, Teichstraße.

Die weitere Einsatzdauer ist noch nicht absehbar. Es wird weiter berichtet.

Sturmeinsätze - 8. Folgemeldung

Auch am heutigen Freitag sind die Einsatzkräfte in Ratingen stark belastet. Neben einem gemeldeten Brand in einer Wohnung und einem Ölunfall in Hösel sind hauptsächlich Sturmschäden zu beseitigen. Seit Montagabend bis zum heutigen Mittag sind 872 Einsätze absolviert worden. In den meisten Fällen handelt es sich um umgestürzte Bäume und Sturmschäden an Gebäuden. Tatkräftige Unterstützung erhalten die Einsatzkräfte in Ratingen vom Technischen Hilfswerk (THW) mit schweren Bergungsgerät und Mannschaft, sowie dem Deutschen Roten Kreuz (DRK), dass die Einsatzkräfte mit Essen und Getränken versorgt.

Die Einsatzschwerpunkte befinden sich an der Mülheimer Straße, am Langenbroich, In den Höfen und an der Teichstraße. Trotz des Einsatzes aller Drehleitern und zweier Teleskopsteiger der Stadtwerke, sowie 130 unermüdlicher Helfer wird es noch Tage dauern, bis alle gemeldeten Schadensstellen abgearbeitet sind.

Besonders erfreulich für die vielen ehrenamtlichen und beruflichen Kräfte ist der Dank der Bevölkerung, der uns entgegengebracht wird!

Sturmeinsatz - 9. Folgemeldung

Am heutigen fünften Tag nach dem Sturm befindet sich die Feuerwehr Ratingen weiterhin mit 160 Kräften inkl. der Unterstützung von THW und DRK im Einsatz. Die Anzahl der registrierten Einsätze beläuft sich inzwischen auf 902 - etwa 50 % mehr als beim Jahrhundertsturm Kyrill 2007!

Einsatzschwerpunkte sind der Erholungspark Volkardey sowie die
Fuß- und Radwege der Kreis- und Landstraßen im Stadtgebiet. Ebenso ein Schwerpunkt ist der Bereich Krummenweger Straße, hier werden Bäume mit Hilfe eines Hochleistungskranes geborgen.

Nach aktuellem Stand wird der Großeinsatz zur Gefahrenbeseitigung, der von der Führungsgruppe und dem Informations- und Kommunikationszug der Feuerwehr Ratingen als technische Einsatzleitung in der Hauptfeuer- und Rettungswache seit Beginn des Sturm geleitet wird, heute beendet. Sollten weitere Einsätze gemeldet werden, so werden diese vom Lagedienstführer koordiniert.

Besonders zu betonen ist die ausgezeichnete Unterstützung der Feuerwehr Ratingen durch die externen Einheiten von THW, Hilfsorganisationen und weiteren Feuerwehren, aber auch die unkomplizierte Bereitstellung von Hubarbeitsbühnen, Baggern usw. vom Amt für kommunale Dienste und Stadtwerken Ratingen. Auch die Kontakte zu Ratinger Unternehmen, die rund um die Uhr Nachschub an Kettensägen, Verbrauchsmaterial für die Sägen und Fahrzeuge und die Versorgung liefern konnten, sind wesentliche Aspekte für die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr in der aktuellen Lage.

Viel Lob, welches die Einsatzkräfte durch die Bürgerinnen und Bürger erfahren haben, ist eine wichtige Motivation für die beruflichen, insbesondere aber auch für die ehrenamtlichen Kräfte.

Die Bevölkerung hat sich sehr verständnisvoll für die Einsatzmaßnahmen und deren Priorisierung gezeigt. Kritisch anzumerken ist das teils eigengefährdendes Verhalten von Bürgern, die gesperrte Bereiche in Parks und Wäldern unbedarft betreten. Auf die entsprechenden Warnungen der Stadt Ratingen wird diesbezüglich verwiesen.

RSch

Sturmeinsatz - 10. Folgemeldung

Auch heutigen sechsten Tag nach dem Sturm Ela, befindet sich die Feuerwehr Ratingen wieder mit ca. 50 Einsatzkräften bis zum frühen Abend im unermüdlichen Einsatz gegen Sturmschäden.

Einsatzschwerpunkte des heutigen Tages sind: Ernst Stinshoff Str., An der Pönt, Zum Helpenstein und die Karl Arnold Schule an der Volkardeyer Str.

Dank der besonderen Unterstützung z.B. durch die Fw. Wuppertal und deren mobilen Kran und den Hubarbeitsbühnen der Stadtwerke Ratingen und dem Amt für kommunale Dienste, ist es auch heute möglich gewesen, viele Einsatzstellen effizient abzuarbeiten.

Koordiniert durch einen Lagedienstführer der Feuerwehr, konnten die Einsatzstellen nach Ihrer Priorität und dem benötigten Einsatzmittel zielführend versorgt werden.

Bedauerlicher Weise sind bei einigen Einsatzkräften mittlerweile leichtere Verletzungen zu verzeichnen. Quetschungen, Verstauchungen und auch Insektenstiche bei insgesamt sechs Feuerwehrangehörigen. Diese Anzahl, an leichteren Verletzungen ist außerordentlich gering, gemessen an der Gesamteinsatzzahl von bisher 917 Einsätzen.

MW