Feuerwehr Ratingen
23.09.14 Gefahrgutübung

Ratingen, Breitscheider Weg, 23.09.14, 19:00 Uhr

Um die Zusammenarbeit bei Gefahrguteinsätzen zu verbessern, führten der ABC-Zug und der Standort Breitscheid am 23.09.14 eine gemeinsame Übung durch. Kurz nach neunzehn Uhr kam es laut Übungsannahme auf einem Gelände am Breitscheider Weg zu einem folgenschweren Unfall.

Ein PKW kam infolge eines Alleinunfalls von der BAB 524 ab und stürzte auf ein Firmengelände neben der Autobahn. Hierbei wurde der Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Weiterhin beschädigte der herumfliegende PKW einen Container mit Chemikalien, sodass neben dem eigentlichen Unfallszenario auch noch ein Gefahrguteinsatz ins Spiel kam.

Die zuerst an der Übungsstelle eintreffenden Einheiten des Löschzuges Breitscheid erkannten schnell die Situation und alarmierten die Spezialkräfte des ABC-Zuges nach. Wie im Ernstfall auch, gingen dann sofort Einsatzkräfte mit leichtem Chemikalienschutzanzug und Atemschutzgeräten zur Menschenrettung vor. Den beiden Feuerwehrmännern gelang es auch, die Puppe über eine Beifahrertür aus dem Fahrzeug zu befreien, ohne mit dem Gefahrstoff in Berührung zu geraten. Der vermeintliche Fahrer wurde dann an die Rettungsdienstkräfte übergeben.

Von hier an kamen die Spezialkräfte des ABC-Zuges ins Spiel. In Anzügen die an Marsmännchen erinnern, näherten sich die Chemikalienfachleute der Unfallstelle. Eine der wichtigsten Aufgaben war nun die auslaufende Flüssigkeit zu identifizieren und das weitere Ausfließen zu verhindern. Nachdem der Stoff anhand von Ladepapieren eindeutig zu erkennen war, konnte man mit den geeigneten Geräten das Auffangen vorbereiten.

Zeitgleich errichteten weitere Mitglieder der Sondereinheit einen sogenannten Dekontaminationsplatz. Auf diesem Platz wurden die Männer in den Chemikalienschutzanzügen mittels Waschflüssigkeit von eventuellen Chemikalienresten befreit.

Aus einiger Entfernung beobachteten vier Augenpaare aufmerksam den Verlauf der Übung. Der Leiter der Feuerwehr, René Schubert, und der Feuerschutzdezernent Frank Mendack machten sich vor Ort ein eigenes Bild von der Leistung der beiden Einheiten. „Es ist unheimlich wichtig, dass die normalen Feuerwehrkräfte und die Spezialeinheiten miteinander üben. Nur so kann sichergestellt werden, dass im Ernstfall alle Maßnahmen reibungslos ineinander greifen. Es muss ein gutes Verständnis für den anderen da sein. Die eine Komponente kann ohne die Andere den Einsatz nicht bewältigen!“ (J. Neumann)

Fotos: Feuerwehr Ratingen

























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