Feuerwehr Ratingen
01.01.15 Silvesterbilanz

Ratingen, Voisweg 1-5, 08:00 Uhr, 01.01.15

Der Jahreswechsel in Ratingen verlief aus Sicht der Feuerwehr Ratingen im Brandschutz etwas ruhiger. Im Rettungsdienst war die Situation über Stunden angespannt, die Einsatzzahlen lagen höher als beim Jahreswechsel 2014.

Um 18:65 Uhr musste die Besatzung des Kleineinsatzfahrzeuges in Ratingen-Homberg einen Hund einfangen. Das herrenlose Tier wurde in einem Tierheim untergebracht.

Das neue Jahr war erst wenige Minuten alt, als der Einsatzführungsdienst der Feuerwehr Ratingen nach Haan alarmiert wurde. In einem Hochhaus war es zu einem ausgedehnten Brand gekommen, bei dem mehrere Personen verletzt und aus dem Gebäude gerettet werden mussten. Die Ratinger Feuerwehr unterstützte die Einheiten in Haan mit dem sogenannten Organisatorischen Leiter Rettungsdienst, der zusammen mit dem Leitenden Notarzt die medizinische Versorgung koordiniert.

Um 00:37 Uhr musste das Löschfahrzeug der Berufsfeuerwehr in Ratingen-West an der Breslauer Straße einen brennenden Altkleidercontainer löschen. Hierzu musste der Container gewaltsam geöffnet werden, damit der Brand mit einem C-Rohr abgelöscht werden konnte.

Ein weiterer Brand rief die Feuerwehr nach Ratingen-Ost. An der Eisenhüttenstraße war der Inhalt eines Altpapiercontainers in Brand geraten. Auch hier konnte mit dem Einsatz eines Löschschlauches schnell Abhilfe geschaffen werden.

Um 02:14 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem normalen Arbeitseinsatz alarmiert.

Gegen 03:54 Uhr wurde der Löschzug der Berufsfeuerwehr und der Standort Tiefenbroich zu einem automatischen Brandalarm in die Halskestraße alarmiert. Die Kräfte kontrollierten das große Gewerbeobjekt, es konnte aber glücklicherweise kein Brand festgestellt werden. Grund der Auslösung scheint ein technischer Defekt zu sein.

In den frühen Morgenstunden, um 07:23 Uhr, mussten die Brandschützer der Berufsfeuerwehr und weiterer Standorte aus Ratingen erneut in den Einsatz. Hierzu folgt eine gesonderte Pressemeldung.

In Summe wurden 7 Einsätze im Brandschutz zwischen 18:00h am 31.12. und 08:00h am 01.01. durch die Feuerwehr Ratingen bearbeitet.
Dazu wurden Einheiten der Berufsfeuerwehr und der Löschzüge Mitte, Tiefenbroich und Lintorf der Freiwilligen Feuerwehr eingesetzt

Im Rettungsdienst verlief die Nacht wesentlich unruhiger. Von 18:00h am 31.12. und 08:00h am 01.01. mussten 29 Einsätze bewältigt werden. Zwei weitere Einsätze im Ratinger Stadtgebiet wurden von Rettungsdiensteinheiten aus dem Kreisgebiet versorgt, da alle verfügbaren Ratinger Rettungsmittel im Einsatz waren. Mit 31 Rettungsdiensteinsätzen liegt die Einsatzdichte erheblich über dem Mittelwert der vorhergehenden fünf Jahreswechsel von 25 Rettungsdiensteinsätzen im genannten Zeitraum. Zu fünf Einsätzen wurde der Ratinger Notarzt hinzu gezogen.

Unglücklicherweise kam es durch fahrlässigen Umgang mit Feuerwerk zu zwei Unfällen mit schweren Verletzungen. Kurz nach Mitternacht musste in Mettmann durch den Rettungsdienst Ratingen ein Erwachsener mit schweren Verbrennungen im Gesicht und an den Händen versorgt werden. Nach notärztlicher Behandlung wurde er in die Berufsgenossenschaftliche Klinik Duisburg eingeliefert.

Ein weiterer tragischer Unfall ereignete sich in Breitscheid, wo ein fünfjähriger Junge durch Feuerwerk im Nacken und am Hinterkopf schwerste Verbrennungen durch Feuerwerkskörper erlitt. Ein Team eines Ratinger Rettungswagen versorgte den Jungen und transportierte ihn in die städtischen Kliniken nach Duisburg.

Zur Unterstützung der Berufsfeuerwehr verbrachten einige Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Standorte Tiefenbroich, Hösel und Lintorf den Jahreswechsel in den Gerätehäusern. Die Schlagkraft der Feuerwehr war dadurch in der Silvesternacht deutlich verbessert. Eine wesentliche Verstärkung war die Indienstnahme eines weiteren Rettungswagens durch den Malteser Hilfsdienst. Am 31.12.14, ab 18:00 Uhr, standen somit drei weitere Retter mit einem Fahrzeug zur Verfügung. Ein Umstand der sich gerade bei der angespannten Rettungsdienstlage als großer Vorteil erwies.

Teilweise wurden die Fahrten zu den Einsatzstellen durch starken Nebel und Glatteisbildung behindert.

Neben den Einsätzen wurde durch die Freiwillige Feuerwehr auch noch eine Brandsicherheitswache im Stadttheater während einer Abendveranstaltungen am 31.12.2014 gestellt. (J. Neumann)

Bilder liegen zu den Einsätzen nicht vor.