Feuerwehr Ratingen
18.11.15 Person eingeklemmt

Ratingen, BAB 3 Fahrtrichtung Oberhausen, 10:45 Uhr, 18.11.15

Am Mittwochmorgen wurden die Feuerwehren Erkrath, Mettmann und Ratingen zu einem schweren Verkehrsunfall mit zwei beteiligten LKW auf die BAB 3 in Fahrtrichtung Oberhausen alarmiert. Im Baustellenbereich der BAB 3 kurz vor der Ausfahrt Mettmann kam es zu einem Auffahrunfall eines LKW-Sattelzuges mit Stückgutbeladung auf einen anderen LKW-Sattelzug, der Neuwagen geladen hatte. Der Fahrer des LKW wurde massiv in seinem Fahrerhaus hinter dem Lenkrad eingeklemmt und schwer verletzt. Da sich auf dem Autobahnabschnitt der BAB 3 zwischen dem Hildener Kreuz und der Anschlussstelle Mettmann eine Großbaustelle befindet, alarmierte die Kreisleitstelle nach dem für diese Baustelle gesondert erstellten Einsatzplan "BAB 3" die Feuerwehren Erkrath, Mettmann und Ratingen, um zu gewährleisten mit den alarmierten Einsatzkräften auch die sechs Fahrspuren im Baustellenbereich abdecken zu können. Speziell für diese Einsätze hat die Feuerwehr Ratingen einen Klein -LKW als Vorausrüstwagen konzipiert, um möglichst schnell durch die verengte Rettungsgasse im Baustellenbereich zum Unfallort zu gelangen und erste Rettungsmaßnahmen einzuleiten. Dieses Konzept hat sich bei diesem Unfall mal wieder bewährt.

Vor Ort wurde die Einsatzleitung der Feuerwehr Ratingen zugeteilt und zur Abwicklung des Einsatzes die Feuerwehren Erkrath und Mettmann umfassend eingebunden. Durch den Einsatz von hydraulischen Rettungsgeräten konnte der eingeklemmte Fahrer aus seiner Zwangslage befreit werden. Aufgrund der starken Deformierung des Fahrerhauses waren umfassende Rettungsarbeiten notwendig. Nach einer Grundversorgung des schwer verletzten Mannes im Rettungswagen wurde dieser mit dem Rettungshubschrauber in die Unfallklinik nach Duisburg geflogen. Der Fahrer des Autotransporters erlitt leichte Verletzungen. Er wurde mit dem Rettungswagen der Feuerwehr Erkrath und der Notärztin der Feuerwehr Mettmann ins Krankenhaus nach Mettmann transportiert.

Die Autobahn musste in Fahrtrichtung Oberhausen sowie zwei Fahrspuren in Fahrtrichtung Köln voll gesperrt werden. Während der Landung des Hubschraubers war die Autobahn vollständig gesperrt. An der Zugmaschine des LKW entstand ein Totalschaden. Auf dem Autotransporter wurden zusätzlich mindestens zwei Neuwagen beschädigt. Aufgrund gleichgerichteter Ausbildungen und gemeinsamen Übungen der kreisangehörigen Feuerwehren verlief die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren an dieser Einsatzstelle reibungslos und konzeptorientiert ineinandergreifend.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Erkrath, Mettmann und Ratingen sowie der Notarzt aus Mettmann mit dem Rettungsdienst Erkrath und Ratingen und der Rettungshubschrauber Christoph 9 mit insgesamt 42 Einsatzkräften.

(Guido Vogt Feuerwehr Erkrath, Jürgen Jakobowski Feuerwehr Ratingen)

Fotos: Feuerwehr Ratingen










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