Feuerwehr Ratingen
01.04.16 Feuerwehr Ratingen schnell wie nie zuvor – Jetpacks im Einsatz

Ratingen, 01.04.16

Die Feuerwehren müssen immer schnell vor Ort sein! Das ist für den Einsatzerfolg unerlässlich! Die Feuerwehr Ratingen beschreibt jetzt neue Wege. Nach den Vorbildern vom Rocketeer und den Jetsons konnten sechs Jetpacks erworben werden. Diese Geräte, die auf dem Rücken getragen werden, ermöglichen den Feuerwehrangehörigen blitzschnell die Einsatzorte im Stadtgebiet zu erreichen.

„Durch die Baustellen und den immer stärker werdenden Verkehr in Ratingen mussten wir uns weitere Gedanken machen, wie wir die Einsatzorte in kürzester Zeit erreichen. Da wir neuen Technologien immer sehr aufgeschlossen gegenüberstehen, haben wir uns entschlossen, die Geräte auf Herz und Nieren zu testen.“ so René Schubert, Leiter der Feuerwehr Ratingen.

Neben dem Vorauslöschfahrzeug und dem mittleren Löschfahrzeug, die an den Standorten Ratingen-Mitte und Ratingen-Lintorf getestet werden, gehören jetzt auch die sechs Raketenpacks zu der neusten Ausstattung.

„Erste Versuche mit dem Gerät bringen erstaunliche Ergebnisse!“ sagt der Sachgebietsleiter für die Technik Markus Meyer beeindruckt. „Pfeilschnell zum Einsatz ist jetzt keine hohle Phrase mehr!“

Ausgestattet wird jeweils eine aus sechs Feuerwehrangehörigen bestehende Raketenstaffel, die nach Eintreffen an der Einsatzstelle sofort Maßnahmen ergreifen kann. Gesteuert wird das Raketenpack über eine Fernsteuerung, der Antrieb ermöglicht Geschwindigkeiten bis 180km/h. Das Tragen der kompletten Nomex-Schutzkleidung ist hier unerlässlich, da durch den Abgasstrahl des Triebwerkes der Hosenboden schon einmal ganz schön warm werden kann.

„Das zieht einem schon fast die Hose aus, wenn man richtig Gas gibt!“ lacht Christoph Jeziorek vom Löschzug Lintorf. Christoph Jeziorek und Nils Jahnke sind derzeit zwei ausgebildete Raketenmänner des Löschzuges Lintorf, die die Multiplikatorenfunktion übernehmen werden.

Wenn die Testphase an der Hauptfeuer- und Rettungswache Ratingen abgeschlossen ist, werden die Jetpacks an den Standort Ratingen-Lintorf gehen. So werden die Geräte dann auch vom nördlichen Stadtgebiet aus eingesetzt. „Auf diese Art und Weise können wir Erfahrungswerte sammeln, wie sich die Fluggeräte bei unterschiedlichen Start- und Landebedingungen verhalten. Für die Erprobungsphase steht die Leitstelle des Kreises Mettmann in enger Verbindung mit dem Tower des Flughafen Düsseldorf. Während der Einsatzphase der Raketenwehr, muss die Luftfahrt informiert sein.“ erklärt Stefan Dahlmann von dem Sachgebiet Einsatzvorbereitung, der selbst passionierter Flieger ist.

Über eine Stationierung der Geräte bei der Feuerwehr Ratingen wird nach der eingehenden Testphase entschieden.

Wenn Sie also in nächster Zeit am Ratinger Abendhimmel seltsame Lichtphänomene wahrnehmen, handelt es sich wahrscheinlich nicht um einen Kometenschwarm, sondern um die fliegende Feuerwehr auf dem Weg zum Einsatz.

Fotos: Feuerwehr Ratingen






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