Feuerwehr Ratingen
14.03.08 Neuartige Sandsäcke getestet

Das Tiefbauamt und die Feuerwehr Ratingen testeten auf dem Hof der Feuer- und Rettungswache neue Sandsäcke. Von einer Firma wurden für diesen Versuch selbstfüllende Sandsäcke zur Verfügung gestellt. Die diensthabende Wachabteilung baute innerhalb kürzester Zeit einen dichten Sandsackwall auf. Diese neuartigen Sandsäcke sind Bestandteil von einem Gefahrenabwehrplan für hochwassergefährdete Gebiete im Ratinger Stadtgebiet.

Nachstehend der Text des Tiefbauamtes:

Sie unterscheiden sich kaum voneinander: der klassische Sandsack im Kampf gegen Wassereinbrüche und Überschwemmungen und der neuartige, ebenfalls aus Jute hergestellte Hydro-Stop Sack, in etwa gleicher Größe, dessen Inhalt im Kontakt mit Wasser innerhalb kürzester Zeit zu einem ähnlichen Gebilde wie der herkömmliche Sandsack aufquillt und bei einem Schadenereignis sofort einsetzbar ist. Tiefbauamt und Feuerwehr haben einen Praxistest durchgeführt und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass sich das neue Hilfsmittel sehr gut für die Soforthilfe eignet. Daher möchte die Stadt Ratingen nun rund 1000 Hydro-Stop Säcke für den Ernstfall anschaffen.

Die beiden Sackmodelle weisen ähnliche Eigenschaften auf und lassen deutlich erkennen, dass ein Wall mit Hydro-Stop Säcken imstande ist, einen Bach abzulenken oder einen Hauseingang vor bösen Überraschungen zu schützen. Während der herkömmliche Sandsack eine kompakte, feste Form aufweist, fühlt sich der „Hydro-Stop“ wie ein Pudding an. Dieser Jutesack ist im trockenen Zustand flach und leicht, quillt aber auf, sobald er für ein paar Minuten ins Wasser getaucht wird. Gefüllt ist er mit einem Harz auf Polymer-Basis, das sich mit Wasser voll saugt und das 50fache seines ursprünglichen Gewichts annimmt.

Ein konventionell befüllter Sandsack wiegt in der Regel ca. 25 Kilo, der neue Hydro-Stop im unbenutzten Zustand hingegen nur ca. 400 Gramm. Er eignet sich wegen des geringen Gewichts und der leichten Handhabung für den Schnelleinsatz als Ergänzung zu den konventionellen Hilfsmitteln. Ferner ist er nach dem Gebrauch ein nützlicher Wasserspender unter Bäumen oder im Garten, da er die Feuchtigkeit nur langsam und gleichmäßig abgibt. Der Sack ist nur einmal verwendbar, er ist biologisch abbaubar und kann umweltfreundlich entsorgt werden. Kosten: zwei bis drei Euro pro Stück






















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