Feuerwehr Ratingen
Modelle

Modelle der Feuerwehr Ratingen

Auf diesen Seiten möchten wir Ihnen ebenfalls Fahrzeuge der Feuerwehr Ratingen vorstellen, allerdings nicht im Original, sondern im etwas verkleinerten Maßstab 1:87 (H0). Das Interesse am Feuerwehr-Modellbau ist nicht nur innerhalb Feuerwehren groß, sondern auch ein allgemein beliebtes Hobby. Da der Großteil der in Ratingen in Dienst stehenden Fahrzeuge nicht von den Modellherstellern im kleineren Maßstab umgesetzt wurde, mußten nahezu alle der hier gezeigten Modelle mehr oder weniger aufwendig selbst gebaut werden. Die Umbauberichte der Fahrzeuge auf diesen Seiten können natürlich nicht nur auf die Feuerwehr Ratingen bezogen werden, sondern gelten natürlich auch für identische oder ähnliche Fahrzeuge anderer Feuerwehren.

Bei diesen Modellen handelt es sich nicht, wie leider öfter geringschätzig behauptet wird, um Spielzeug sondern um Maßstabs- und Vorbildgerechte Miniaturen der Vorbilder.

Zudem können über den Modellbau Fahrzeuge gezeigt werden, von denen keine oder nur unzureichende Fotos existieren. Die Detailtreue dieser Modelle ist zwar in diesem Fall nicht exakt, aber unter Anbetracht der Umstände leider nicht anders realisierbar.

Diese Seiten haben das Ziel anderen Modellbauern und Interessierten die Möglichkeiten des Modellbaus zu zeigen. Die hier gezeigten Modelle sind unverkäuflich und können vor allem aus Zeitgründen auch nicht auf Anfrage noch einmal gebaut werden.

Einige der hier gezeigten Modelle wurden bereits auf verschiedenen Ausstellungen gezeigt, unter anderem auch im Ideellen Teil der Intermodellbau in Dortmund.

Wie auch die Originalfahrzeugseiten ist diese Rubrik in die folgenden Kapitel unterteilt:

allgemeine Hinweise zu den Modellen

Die Modelle wurden innerhalb der letzten 15-20 Jahre größtenteils im scratch-Verfahren gebaut. Scratch heisst das die Modelle zum größten Teil selbst aus Plastikplatten und Profilen (Hersteller z.B. Evergreen, Plastruct) hergestellt wurden. Als Basis dienten diverse Modelle von Groß- und Kleinserienherstellern, von denen aber oft nur das Fahrgestell und Teile des Fahrerhauses verwendet werden konnten. Die angegebenen Maße für Kabinen und Aufbauten sind alle in mm sowie in der Reihenfolge länge/breite/höhe angegeben und gelten ohne Dachaufbauten und Details wie Regenrinnen, Griffe, Scharniere, usw.

Details der Modelle wie Leitern und Blaulichter stammen aus diversen Zubehörsets oder wurden selbst gebaut. Leider muß dabei aber festgestellt werden das kein aktueller Hersteller bis jetzt in der Lage war vorbildgerechte tragbare Leitern auf den Markt zu bringen. Die bisher einzigen vernünftigen Leitern, die Roco herstellte, sind leider nicht mehr einzeln erhältlich. Sollten sich Details bei folgenden Modellen mehrfach wiederholen so wird auf diese nicht mehr explizit eingegangen.

Die Lackierung der Modelle erfolgte bis ca. 1995 mit dem Pinsel, danach ausschließlich mit der Airbrush-Pistole. Der Vorteil einer Airbrush-Lackierung ist ein erheblich dünnerer Farbauftrag, so das auch kleine Details nicht unter einer dicken Farbschicht verschwinden. Nach der Grundierung wurden die Modelle erst in Rot-Seidenmatt lackiert, bevor die glänzend-rote Endlackierung erfolgte. Nach dem letzten Lackiervorgang sollte das Modell 2-3 Tage trocknen, auch wenn die Farbenhersteller ca. 6 Stunden angeben.

Die Decals der Modelle stammen aus verschiedenen Quellen. Für die Dachkennungen wurden in der Vergangenheit Abreibebuchstaben verwendet, die allerdings heute kaum noch zu bekommen sind. Stattdessen ist es heute mit einem entsprechenden Drucker möglich Schriften direkt auf Naßschiebefolie zu drucken, die wie normale Decals aus dem Modellzubehör verwendet werden können. Ein Nachteil dieser selbstgedruckten Decals ist allerdings das diese meistens nicht oder nur bedingt überlackierbar sind, das heisst der Druck könnte sich bei einem Überlackieren mit Klarlack anlösen. Die Türbeschriftungen wurden vor über 10 Jahren einmal vom Verfasser dieser Seiten bei einem Decalhersteller aufgelegt. Da die Trägerfolie der Bögen aber inzwischen anfängt zu vergilben, sind diese Türbeschriftungen nicht mehr komplett verwendbar. Daher sind die Türwappen in der Regel mit selbstgedruckten Schriftzügen kombiniert. Die älteren Notruf 112-Schilder stammen von Müller.

Fahrzeuge die auf diesen Seiten noch fehlen sind entweder in Planung oder konnten bisher mangels geeigneter Basismodelle (z.B. NEF Opel Rekord) bisher nicht gebaut werden. Dabei muß aber darauf hingewiesen werden, das der Bau eines guten detaillierten Modells einige Zeit in Anspruch nimmt. Für ein NEF sind ungefähr 6-8 Stunden, für ein LF 16 MB Atego/Metz-FGL ca. 50 Stunden nötig. Diese Zeiten beinhalten natürlich nicht die Trockenzeiten des Klebstoffes und der Farbe.

Umbau TLF 16 8-23-3







Anhand des TLF 16 des LZ Tiefenbroich kann einmal näher auf den Bau eines im scratch-Verfahren gebauten Modells eingegangen werden.

Bild 1: Das Urmodell, ein Herpa LF 16

Bild 2: Das Urmodell wurde zerlegt, Fahrgestell auf 45 mm verlängert, Räder durch größere mit 12 mm Durchmesser ersetzt, Grundplatte des Aufbaus aufgeklebt, Aufbau Frontplatte und Seitenteile bereits zusammengeklebt, Heckplatte ebenfalls zusammengeklebt, Kabine auseinandergeschnitten.

Bild 3: Die Kabine und der Aufbau sind im Rohbau fertiggestellt. Die Kabine ist bereits soweit detailliert, das diese lackiert werden könnte. Diese entstand aus 0,75 mm-Platten, die außen mit einer 0,3 mm-Platte überklebt wurde. Dadurch ist es möglich die Fenster von hinten relativ plan zur Außenwand einzukleben. Die gesamte Kabine hat die Maße: 37,9/26,3/27,3. Sehr aufwendig war der Übergang des Daches zwischen Originalkabine und Mannschaftsraum. Der Blaulichtbalken entstand aus zwei aneinandergeklebten und verspachtelten Mittelteilen von Wiking, in die nach dem lackieren die Blaulichter seitlich eingeschoben werden können.
Der Aufbau muß noch mit Kleinteilen versehen werden, ist aber bereits verspachtelt. Die Struktur der seitlichen Geräteräume wurde hier mittels 1 mm Kantprofilen hergestellt.

Bild 4: Dieselben Teile, einzeln gezeigt. Die Trittstufen wurden an die Basisplatte der Kabineninneneinrichtung geklebt. Die Kotflügel mußten an derselben Stelle wie die Kabine abgetrennt und nach hinten mit Platten neu gebaut werden.

Bild 5: Das Modell ist Lackierfertig. Hier sind alle Teile einzeln gezeigt. Diese können jetzt separat lackiert werden. Der Aufbau und das Dach wurden weitestgehend fertig detailliert. Nicht angebracht wurden z.B. die Aufstiegsleiter und die Rolläden. Diese werden erst nach dem lackieren angeklebt. Die Leiteraufnahme entstand aus Profilen in verschiedenen Stärken, die Kunststoffbox vorne links auf dem Dach aus einzelnen Plastikplatten die übereinander geklebt wurden. Der Lichtmast entstand ebenfalls aus Profilen. Nach dem lackieren erfolgt das aufbringen der Decals. Erst danach wurden die meisten Teile zum größten Teil mit Sekundenkleber zusammengeklebt.

Das fertige Modell ist unter Tanklöschfahrzeuge TLF 16 zu finden.